{"id":8061,"date":"2015-12-30T20:46:51","date_gmt":"2015-12-30T19:46:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.orthodiakonia.de\/de\/?p=8061"},"modified":"2015-12-30T20:46:51","modified_gmt":"2015-12-30T19:46:51","slug":"interview-mit-freiwilligen-von-guttat-ueber-ihre-eindruecke-von-der-ankunft-der-schwestern-der-barmherzigkeit-aus-der-st-demetrius-pflegeschule-in-moskau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orthodiakonia.de\/de\/interview-mit-freiwilligen-von-guttat-ueber-ihre-eindruecke-von-der-ankunft-der-schwestern-der-barmherzigkeit-aus-der-st-demetrius-pflegeschule-in-moskau\/","title":{"rendered":"Interview mit Freiwilligen von \u201eGuttat\u201c \u00fcber ihre Eindr\u00fccke von der Ankunft der Schwestern der Barmherzigkeit aus der St. Demetrius Pflegeschule in Moskau"},"content":{"rendered":"<p>Vom 19. bis 24. Oktober besuchten die sieben Schwestern der Barmherzigkeit von der St. Demetrius Schule in Moskau eine Reihe von deutschen St\u00e4dten i<a href=\"\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Copy-of-IMG_0322.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8057 alignleft\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Copy-of-IMG_0322-300x227.jpg\" alt=\"Copy of IMG_0322\" width=\"300\" height=\"227\" srcset=\"https:\/\/www.orthodiakonia.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Copy-of-IMG_0322-300x227.jpg 300w, https:\/\/www.orthodiakonia.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Copy-of-IMG_0322-1024x776.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>m Rahmen der Zusammenarbeit der synodalen Abteilung f\u00fcr kirchliche Wohlt\u00e4tigkeit und soziale Dienste mit der russisch-orthodoxen Diakonie in Europa \u201eGuttat\u201c. Die russischen G\u00e4ste haben vier Kliniken, drei Pflegeheime und das Karl-Leisner Hospital der katholischen Gemeinde, Karl-Leisner-Tr\u00e4gergesellschaft, besucht, welche sich in kleinen St\u00e4dten des Kreises Kleve im nordwestlichen Teil Deutschlands befinden.<\/p>\n<p><!--more Weiterlesen--><br \/>\nDie Schwestern kommen nach Deutschland, um die Aktivit\u00e4ten der deutschen Kliniken und Pflegeheime kennenzulernen und die weitere Zusammenarbeit einzurichten. Die Freiwilligen der \u201eGuttat\u201c haben die ganze Reise die G\u00e4ste begleitet, sowie moralische und nat\u00fcrlich sprachliche Unterst\u00fctzung bereitgestellt. Wir wollten wissen, welche Eindr\u00fccke unsere Freiwilligen beim Aufenthalt der Schwestern sammelten, und haben sie gebeten, uns Ihre pers\u00f6nliche Erfahrung mitzuteilen, die sie w\u00e4hrend der Kliniken- und Pflegeheimenbesuche gesammelt haben.<\/p>\n<p>Am Interview haben unsere Freiwilligen aus der Stadt Dortmund: Alexander Schnell und Evgenij Pronoza teilgenommen.<\/p>\n<p><em>Alexander, Evgenij, was k\u00f6nnen sie uns \u00fcber den Besuch von Schwestern der Barmherzigkeit aus Russland der deutschen Krankenh\u00e4user sagen? Finden sie diese Idee nutzbringend f\u00fcr die Entwicklung der Freiwilligent\u00e4tigkeit?<\/em><\/p>\n<p>&#8211;<strong>Alexander<\/strong>: wir freuen uns \u00fcber die Ankunft der Schwestern. Das war f\u00fcr uns eine gute Erfahrung, denn wir haben gesehen, wie das System in deutschen Krankenh\u00e4usern und Pflegeheimen von innen funktioniert. F\u00fcr manche Freiwilligen war das ihr allererster Besuch eines Krankenhauses oder Pflegeheimes als Freiwilliger. Dank der Ankunft der Schwestern haben wir viel Neues und N\u00fctzliches \u00fcber die Organisation des medizinischen Personals in Krankenh\u00e4usern und Pflegeheimen erfahren. Und f\u00fcr die Schwestern war das nat\u00fcrlich eine unsch\u00e4tzbare Erfahrung f\u00fcr ihre weitere T\u00e4tigkeit in Russland. Solche Besuche muss man durchf\u00fchren, je \u00f6fter, desto besser. Austausch von Erfahrungen hat noch niemandem geschadet.<\/p>\n<p><em>Was f\u00fcr Eindr\u00fccke vom Aufenthalt haben die Schwestern geschildert, was hat ihnen in deutschen Kliniken und Pflegeheimen gefallen, was nicht? Vielleicht haben sie sie mit den russischen Kliniken verglichen?<\/em><\/p>\n<p>&#8211;<strong>Evgenij<\/strong>: alles ist relativ, deshalb ging es auch hier nicht ohne. Die Schwestern haben jedoch nicht die negativen Seiten der Arbeit von russischen Krankenh\u00e4usern akzentuiert, sondern vielmehr positive Seiten der Arbeit der deutschen Kliniken betont. Die Organisation, zum Beispiel. Die Schwestern haben sich gewundert, wie detailliert und exakt alles durchdacht ist. Vom Tagesablauf bis zu medizinischen Handschuhen, die nach ihrer Gr\u00f6\u00dfe sortiert sind, damit es f\u00fcr alle Mitarbeiter bequem ist, sie zu benutzen. Alles hat seinen Platz, alles ist zugeordnet. Die deutsche Ordnung.<\/p>\n<p><a href=\"\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Copy-of-079.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8056 alignleft\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Copy-of-079-300x225.jpg\" alt=\"Copy of 079\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.orthodiakonia.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Copy-of-079-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.orthodiakonia.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Copy-of-079-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><em>Und was meinen Sie? Worauf sind Sie aufmerksam geworden?<\/em><\/p>\n<p>&#8211;<strong>Alexander<\/strong>: es hat uns sehr gefallen, dass es f\u00fcr jeden Patienten eine individuelle Behandlung gibt. Zum Beispiel gibt es kein gemeinsames Aufwecken in Krankenh\u00e4usern. Es gibt nat\u00fcrlich eine Zeitspanne, in der die Patienten aufgeweckt werden m\u00fcssen, ungef\u00e4hr zwischen 7 und 11 Uhr, aber dass alle gleichzeitig aufstehen m\u00fcssen \u2013 so was gibt\u00b4s nicht. Eine gro\u00dfe Rolle spielt hier der menschliche Faktor, denn jeder Patient hat seine Gewohnheiten, seinen Tagesablauf.<\/p>\n<p>&#8211;<strong>Evgenij<\/strong>: Ja, das war vielleicht das erste, was uns aufgefallen war. Als wir in die Zimmer eintraten, trafen wir dort oft Krankenschwester und Krankenbr\u00fcder an, und ihr gutes Verh\u00e4ltnis zu Patienten hat uns positiv \u00fcberrascht. Ich meine, dass ihre Einstellung zum Patienten nicht nur eine einfache medizinische Formalit\u00e4t ist, wie zum Beispiel Medikamenteneinnahme oder Temperaturmessung. Es gab eine pers\u00f6nliche Note. Die Krankenschwester fragt unbedingt nach dem gesundheitlichen Zustand des Patienten, h\u00f6rt ihm zu, gibt einen Rat, nimmt seine Hand, streichelt \u00fcber den Kopf. Diese Unterst\u00fctzung ist f\u00fcr eine Person im Krankheitsfall sehr wichtig. Was die \u00e4lteren Menschen angeht &#8211; es ist praktisch notwendig, wie Schlaf und Nahrung, weil eine gute, aufrichtige Haltung zu den Menschen die beste Beruhigung f\u00fcr Menschen im Alter ist.<\/p>\n<p><a href=\"\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Copy-of-IMG_6827.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8058 alignleft\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Copy-of-IMG_6827-300x173.jpg\" alt=\"Copy of IMG_6827\" width=\"300\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/www.orthodiakonia.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Copy-of-IMG_6827-300x173.jpg 300w, https:\/\/www.orthodiakonia.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Copy-of-IMG_6827-1024x590.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><em>In Bezug auf Pflegeheime \u2013 was war Ihr Eindruck \u00fcber die Organisation und die allgemeine Atmosph\u00e4re?<\/em><\/p>\n<p>&#8211;<strong>Alexander<\/strong>: Pflegeheime erinnerten mich an H\u00e4user in Kurorten oder an Ferienh\u00e4user, in den ich in meiner Kindheit war. Alles ist sauber und gem\u00fctlich. Jeder hat seinen Raum mit Schlafzimmer, Toilette, Badezimmer. Es gibt eine gemeinsame K\u00fcche, wo die Senioren oft zusammen Essen vorbereiten. Freiwillige helfen ihnen dabei oder leiten die Kochkurse. In der Regel wird in Pflegeheimen eine Menge Aufmerksamkeit den verschiedenen Aktivit\u00e4ten f\u00fcr \u00e4ltere Menschen gewidmet. Alles wird gemacht, damit Menschen sich nicht langweilen, und immer besch\u00e4ftigt sind, zum Beispiel bei dem Debattierclub oder einem Strickkurs.<\/p>\n<p>&#8211;<strong>Evgenij<\/strong>: In der Regel ist Personal in Pflegeheimen sehr besorgt um die Integration der \u00e4lteren Menschen. Es ist sehr wichtig, dass jeder seinen Platz im neuen Zuhause findet und sich weiterentwickelt. Interessant, dass f\u00fcr diese Integration die Biographien von Rentnern verwendet werden, die eine Art von Navigation f\u00fcr Mitarbeiter darstellen.<\/p>\n<p><em>Gibt es irgendwelche Kurse f\u00fcr medizinisches Personal und Alterspfleger, in denen man erz\u00e4hlt, wie sie sich gegen\u00fcber den Patienten benehmen m\u00fcssen?<\/em><\/p>\n<p>&#8211;<strong>Alexander<\/strong>: \u00dcber Kurse kann ich nichts sagen, vielleicht gibt es lokale Seminare zu diesem Thema. Aber was wir genau wissen und selbst gesehen haben sind B\u00fccher, in denen detailliert erz\u00e4hlt wird, wie man sich gegen\u00fcber den Patienten verhalten muss. Man kann diese B\u00fccher in vielen Krankenh\u00e4usern finden, sie sind f\u00fcr alle zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p>__________________________________________________________<br \/>\n<a href=\"\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Copy-of-IMG_6834.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8059 alignleft\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Copy-of-IMG_6834-300x229.jpg\" alt=\"Copy of IMG_6834\" width=\"300\" height=\"229\" srcset=\"https:\/\/www.orthodiakonia.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Copy-of-IMG_6834-300x229.jpg 300w, https:\/\/www.orthodiakonia.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Copy-of-IMG_6834-1024x783.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Schwestern der Barmherzigkeit aus Moskau konnten Seite an Seite mit dem deutschen medizinischen Personal arbeiten und sich mit der Arbeit der deutschen Kollegen von innen vertraut machen.<br \/>\nBeide Seiten sind mit dem Austausch von Erfahrungen sehr zufrieden, und trennten sich in der Hoffnung auf weiterhin fruchtbare Zusammenarbeit. <\/p>\n<p>Wir danken Herrn Hans Vlaskamp, ohne dessen Unterst\u00fctzung die Reise nicht so effektiv h\u00e4tte sein k\u00f6nnen, und der Leitung der Karl-Leisner-Tr\u00e4gergesellschaft in Form von Herrn Dr. Peter Enders, wer die G\u00e4ste vertrauensvoll in das Zentrum von Institutionen, die er leitet, zugelassen hat, sowie Frau Anne Holla, wer sich sehr viel Zeit und M\u00fche gegeben hat, um den Empfang zu organisieren, und nat\u00fcrlich allen Mitarbeitern der Krankenh\u00e4user und Pflegeheimen, die die G\u00e4ste aus Moskau mit der Liebe und Gastfreundlichkeit aufgenommen haben.<\/p>\n<p>Die Diakonie \u201eGuttat\u201c spricht herzlichen Dank an alle ihre Helfer aus! In der Vorbereitung und Durchf\u00fchrung dieser Veranstaltung haben 18 Personen aktiv teilgenommen \u2013 Freiwillige der Diakonie und Freunde der \u201eGuttat\u201c aus 6 orthodoxen Gemeinden: Dortmund, D\u00fcsseldorf, Krefeld, Kleve, Nijmegen und Amsterdam. <\/p>\n<p>In der Tat, der Dienst f\u00fcr Andere kennt keine Grenzen und Nationalit\u00e4ten \u2013 das ist noch ein Beweis, dass die N\u00e4chstenliebe und das Gute von Natur aus menschlich, w\u00e4hrend Hass und Feindlichkeit nur ein vor\u00fcbergehender Irrtum sind. Auf jeden Fall m\u00f6chte man so gerne in der sch\u00f6nen Weihnachtszeit daran glauben.<\/p>\n<p><em>Elena Lysova (\u00dcbersetzung: Maxim Svjatski)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 19. bis 24. Oktober besuchten die sieben Schwestern der Barmherzigkeit von der St. Demetrius Schule in Moskau eine Reihe von deutschen St\u00e4dten im Rahmen der Zusammenarbeit der synodalen Abteilung f\u00fcr kirchliche Wohlt\u00e4tigkeit und soziale Dienste mit der russisch-orthodoxen Diakonie in Europa \u201eGuttat\u201c. Die russischen G\u00e4ste haben vier Kliniken, drei Pflegeheime und das Karl-Leisner Hospital der katholischen Gemeinde, Karl-Leisner-Tr\u00e4gergesellschaft, besucht, welche sich in kleinen St\u00e4dten des Kreises Kleve im nordwestlichen&#8230;<a href=\"https:\/\/www.orthodiakonia.de\/de\/interview-mit-freiwilligen-von-guttat-ueber-ihre-eindruecke-von-der-ankunft-der-schwestern-der-barmherzigkeit-aus-der-st-demetrius-pflegeschule-in-moskau\/\" class=\"read_link\"><span>weiterlesen<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[82,90],"tags":[],"class_list":["post-8061","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-maincat-label-de","category-veranstaltungen-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orthodiakonia.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8061","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orthodiakonia.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orthodiakonia.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orthodiakonia.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orthodiakonia.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8061"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.orthodiakonia.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8061\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orthodiakonia.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8061"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orthodiakonia.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8061"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orthodiakonia.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8061"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}