Familie K.

Alter: 6, 8, und 13 Jahre alt
Wohnsitz: Rostow gebied, Russland
Diagnose: Bronchopulmonale Diplegie; Infantile Zerebralparese, Schwerhörigkeit, Sehnervathrophie; Asthma
Bedürfnisse: Lebensunterhalt
Benötigte Summe: 300 € + 200 € monatlich

Die Familie hat drei Kinder: Luka, Wanja, Damir. Wir helfen dieser Familie bereits seit einigen Jahren. Doch im Moment macht die Mutter mit ihren Kindern eine schwere Zeit durch. Der Vater hat die Familie verlassen. Die Mutter verdient Geld mit Geschirrspülen. Eine angemessenere Arbeit findet sie nicht, weil sie kleine und zudem kranke Kinder hat.

Aus dem Brief der Mutter:
Damir liebt es zu malen und sich mit Informatik zu beschäftigen. Leider haben wir kein gutes Kabelinternet, weil ich meinen Monatsverdienst ausgeben müsste, um dieses zu verlegen. Und das mobile Internet reicht für unseren alten Computer nicht aus. Wanja und Luka träumen von Ausflügen in Parks. Als ich früher ein Auto hatte (ein Zhiguli aus dem Jahr 1982), bin ich mit ihnen in Parks
gefahren. Bis zur nächsten Stadt sind es 55 Kilometer. Doch das ist jetzt kaputt.

Die Jungs träumen von gutem Spielzeug und einem Hochbett. Momentan ist die Situation sehr schwer. Ich kann ihnen keine neue Kleidung kaufen und die alte wird zu klein. Alle drei haben nichts zum Anziehen. Das zu schreiben macht mir Angst. Nur Wanja hat ein Set für den Sommer und ein Paar Sommerschuhe. Luka und Damir tragen das, was sie bereits seit drei Jahren tragen.

Auch mit dem Essen sieht es schlecht aus. Die Kinder bitten um Milch oder etwas Süßes, doch das kann
ich mir nicht leisten.

Im letzten Sommer wurden auch bei der Mutter gesundheitliche Probleme festgestellt. Sie fällt oft in Ohnmacht. Und sagt, dass sie sich nur mit Gebeten über Wasser hält.

Um zu überleben, braucht die Mutter mit ihren drei Kindern etwa 200 Euro im Monat. Das enthält bereits Nebenkosten für die Wohnung und Essen. Für das Internet und für das Hochbett sind einmalig etwa 300 Euro nötig.

Ilja S.

Alter: 19 Jahre alt
Wohnsitz:Region von Wladimir, Russland
Diagnose:Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas
Bedürfnisse: Behandlung in Spanien
Benötigte Summe: 1.200 € monatlich

Im Jahr 2015 wurde Ilja brutal von fünf Jugendlichen zusammengeschlagen. In Folge der Verletzungen und wegen nicht rechtzeitig erwiesener Hilfe ist er ins Koma gefallen. Seine letzten Worte waren: “Mama, ich sterbe.”

Jetzt kann Ilja weder reden, noch laufen oder selbstständig essen. Wegen der verlorenen Zeit sind die Folgen des Traumas nun schlimmer als sie hätten sein können. Die Eltern kämpfen jetzt seit fünf Jahren dafür, dass ihr Sohn Basisfähigkeiten zurückerlangt, die er verloren hat.

Momentan befindet sich Ilja in Spanien zur ambulanten Behandlung im Gutmann-Institut. Die Rehabilitation dort wurde von einem russischen Fonds bezahlt, doch es fehlt Geld für die Bezahlung der Unterkunft, der Medikamente und der Untersuchung durch Spezialisten. Das sind 1.200 Euro monatlich.

Nastja Zh.

Alter: 21 Jahre alt
Wohnsitz:Novokuznetsk, Russland
Diagnose:ZNS-Affektion, spastische Tetraparese
Bedürfnisse: Reha in Russland
Benötigte Summe: 2.660 €

Nastja ist zu früh geboren und hat eine ganze Reihe verschiedener Diagnosen. Das hindert sie nicht daran, bereits im dritten Jahr das College zu besuchen und eine wirtschaftliche Ausbildung abzulegen. Allerdings benötigt sie regelmäßig eine Rehabilitation.
Da Nastja bereits erwachsen ist, lehnen Fonds jegliche Hilfe ab. Sie und ihre Mutter wissen nicht, an wen sie sich wenden sollen.

Doch ohne Reha verschlimmert sich die Spastik und es wird immer schwerer den Körper zu kontrollieren. Nastja muss mindestens ein Mal im
Jahr eine Reha im Reha-Zentrum “Akademik” in Moskau durchlaufen. Die Kosten belaufen sich auf 2.660 Euro.

Kostja Sch.

Alter: 1 Jahre alt
Wohnsitz:Minsk, Belarus
Diagnose:Nefroblastom im dritten Stadium
Bedürfnisse: Behandlung in Deutschland
Benötigte Summe: 90.000 €

Im Juli 2019 wurde bei Kostja ein Tumor der linken Niere festgestellt. Die Ärzte der Krebsklinik in Weißrussland konnten nicht helfen. Man musste sich also an eine deutsche Klinik wenden. Das Helios Klinikum in Berlin-Buch hat sich gemeldet und bereiterklärt, Kostja zur Behandlung aufzunehmen. Die anfängliche Summe konnte die Familie selbst sammeln, doch es stellte sich heraus, dass die Operation,
die man noch im Juni 2019 durchgeführt hatte, schlecht gemacht worden war, weshalb die Behandlung angepasst werden musste. Die neue Rechnung beläuft sich auf 90.000 Euro.

Sascha S.

Alter: 10 Jahre alt
Wohnsitz:Kiew, Ukraine
Diagnose:hypophysäre Verkrümmung
Bedürfnisse: Medikamente
Benötigte Summe: 6.850 €

Bei dieser seltenen Erkrankung schüttet sie Hypophyse das Wachstumshormon nicht aus, was zu einer Verlangsamung des physischen Wachstums und einer ungenügenden Größe der Organe führt. Dies wirkt sich auf das Funktionieren des gesamten Körpers und auf die Lebensqualität aus. Es ist eine Substitutionstherapie mit einem künstlichen Hormon nötig.

Sascha hat noch Zeit, um seine Endgröße zu verändern und zu einem vollwertigen Mann heranzuwachsen. Doch mit jedem Tag bleibt weniger Zeit. Um nicht in einem Kinderkörper gefangen zu bleiben, braucht Sascha 6.850 Euro für Medikamente.